Mittwoch, 25. Juni 2008

Fehlkauf Bento

Kürzlich bin ich von Microsoft zu Apple umgestiegen und habe mir einen neuen Mac-Rechner gekauft. Ich war die ewigen Fehlermeldungen, die Kompliziertheit des Systems und seine Anfälligkeit leid. Das bedeutet natürlich auch ein Umstieg in der Software. Für meine Adressdatei, die ich bislang mit Microsoft Access verwaltete, wollte nun in eine Mac-fähige Alternative. Nach einiger Sucherei entschied ich mich dafür, die Datenbanksoftware Bento von der Firma Filemaker zu kaufen.

Ein Fehlkauf, wie sich nun heraus stellte.

Bento lässt sich zwar ganz in Apple-Manier wunderbar individualisieren, ist leicht verständlich und schön anzusehen, verfügt aber nicht über eine simple Serienbrieffunktion! Wer hätte das gedacht? Ich jedenfalls nicht. Für mich war es selbstverständlich, dass eine Software, die ausdrücklich Adressbestände verwalten soll, die dazu extra mit dem Adressbuch des Mac-Rechners synchronisiert ist, eine Serienbrieffunktion besitzt. Dass man also die vorhandenen Datensätze nutzen kann, um Kunden anzuschreiben. Ich war so felsenfest davon überzeugt, dass es sich dabei um eine Basisfunktion handelt, dass ich gar nicht extra darauf achtete, ob diese Funktion irgendwo in der Werbung explizit erwähnt wurde. So, wie ja auch "Umlaute möglich" nicht erwähnt wird.

Nachdem ich partout eine solche Funktion bei Bento nicht finden konnte, kontaktierte ich den Hersteller - und richtig: es gibt sie nicht. Aufgrund zahlreicher Kundenbeschwerden (am Telefon sprach man allerdings von "Kundenanfragen") soll diese Funktion bei der nächsten Version mit eingebaut werden. Man arbeite bereits daran. Vielleicht ist ein Update dann im Herbst erhältlich - oder doch erst im Frühjahr 2009? Egal. Wenn es jetzt nicht dabei ist, dann kann ich die Software nicht nutzen. Ein Fehlkauf also.

Wozu brauche ich die Serienbrieffunktion? Ein-, manchmal zweimal im Jahr schicke ich den Kunden, die das möchten, einen Brief mit Seminarhinweisen oder Neuerungen. Und da ist der Computer durchaus eine Hilfe (wenn er funktioniert...).

Jetzt suche ich also eine Alternative. Wer ist Mac-User und kann mir was empfehlen?

Kommentare:

Martin hat gesagt…

Mir scheint, dass dir am einfachsten Microsoft WOrd für Mac helfen würde.
Brauchst du auch nicht viel umzudenken ;)

Jans hat gesagt…

Hallo,

um Serienbriefe auf dem mac zu schreiben und auf die Adressbestände aus dem Adressbuch zugreifen zu können muss man die Adressbestände einer Zielgruppe in form eines "Verteilers" definieren (als die Adressen in diesen Verteiler refenzieren/reinziehen) diesen dann mit dem Adressbookexporter (freeware) als CSV exportieren und in Word for Mac als Adressbestand importieren. Das ganze geht sehr schnell.

Meines Wissens nach kann aber Pages diese Funktion ohne den Umweg über den Export auch schon....

Jans hat gesagt…

Serienbriefe kann man aus Pages heraus mit Adressen des Adressbuchs schreiben...Bento ist eine Datenbank undhat kein Textverarbeitungs-Feature. Musste ich leider auch erst lernen :-)